694168-1875-Rendition-Treaty-with-Swiss-Confederation- — Page 4

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THE HONGKONG GOVERNMENT GAZETTE, 15TH MAY, 1875.

demanded is one of a political character, or is connected with a crime of that nature, or if he prove that the requisition for his surrender has, in fact, been made with a view to try and punish him for an offence of a political character.

ARTICLE VIII.

A person surrendered can in no case be kept in prison, or be brought to trial in the State to which the surrender has been made, for any other crime, or on account of any other matters than those for which the extradition shall have taken place.

This stipulation does not apply to crimes com- mitted after the extradition.

ARTICLE IX.

The requisition for extradition must always be made by the way of diplomacy, and to wit, in Swit- zerland by the British Minister to the President of the Confederation, and in the United Kingdom to the Secretary of State for Foreign Affairs by the Consul-General of Switzerland, who, for the purposes of this Treaty, is hereby recognized by Her Majesty as a Diplomatic Representative of Switzerland.

The requisition for the extradition of an accused person must be accompanied by a warrant of arrest issued by the competent authority of the State requiring the extradition, and by such evi- dence as, according to the laws of the place where the accused is found, would justify his arrest if

the crime had been committed there.

If the requisition relates to a person already convicted, it must be accompanied by the sentence of condemnation passed against the convicted person by the competent Court of the State that inakes the requisition for extradition.

A requisition for extradition cannot be founded on sentences passed in contumaciam.

ARTICLE X.

A fugitive criminal may, however, be appre- hended under a warrant issued by any police magistrate, justice of the peace, or other com- petent authority, in either country, on such infor- mation or complaint, together with such evidence or after such judicial proceedings as would in the opinion of the officer issuing the warrant justify its issue, if the crime had been committed in that part of the dominions of the two Contracting Parties in which he exercises jurisdiction. Pro- vided, however, that in the United Kingdom the accused shall in such case be sent as speedily as possible before a police magistrate in London.

deren seine Auslieferung verlangt wird, einen politischen Charakter an sich trägt, oder mit einem derartigen Verbrechen zusammenhängt, oder wenn er nachweisen kann, dass der Antrag auf seine Auslieferung in Wirklichkeit mit der Absicht gestellt worden ist, ihn wegen eines Ver- brechens oder Vergehens politischer Natur zu verfolgen oder zu bestrafen.

ARTIKEL VIII.

Die ausgelieferte Person darf in dem Staate, an welchen die Auslieferung erfolgt ist, keinen- falls wegen einer andern strafbaren Handlung oder auf Grund anderer Thatsachen, als der- jenigen, wegen deren die Auslieferung erfolgt ist, in Haft behalten oder zur Untersuchung gezogen werden.

Auf strafbare Handlungen, welche nach er- folgter Auslieferung verübt sind, findet diese Bestimmung keine Anwendung,

ARTIKEL IX.

Das Auslieferungsbegehren muss immer auf diplomatischem Wege gestellt werden und zwar in der Schweiz durch den Englischen Gesandten bei dem Bundespräsidenten und in Grossbritannien durch den Schweizerischen General-Konsul in London, welcher von Ihrer Majestät für die Zweke dieses Vertrages als diplomatischer Reprä sentant der Schweiz anerkannt wird, bei dem Staatssekretär für die auswärtigen Angelegen- heiten.

Mit dem Gesuche auf Auslieferung eines Beschuldigten müssen ein Verhaftsbefehl welcher von der zuständigen Behörde des die Auslieferung begehrenden Staates erlassen ist, und solche Beweise beigebracht werden, welche nach den Gesezen des Ortes, wo der Beschuldigte aufge- funden wird, dessen Verhaftung rechtfertigen würden, wenn die strafbare Handlung dort be- gangen wäre.

Betrifft das Auslieferungsbegehren eine bereits verurtheilte Person, so muss das Strafurtheil beigebracht werden, welches von dem zuständigen Gericht des die Auslieferung begehrenden Staates gegen den Verurtheilten erlassen worden ist.

Auf Strafurtheile, welche in contumaciam erlassen worden sind, kann das Auslieferungs- gesuch nicht gegründet werden.

ARTIKEL X.

Indessen kann ein flüchtiger Verbrecher in beiden Ländern auch verhaftet werden auf Grund eines Verhaftsbefehles, der von einem Polizeima- gistrat, Friedensrichter, oder von einer andern kompetenten Behörde auf eine solche Strafanzeige oder Klage und zugleich auf einen solchen Beweis oder nach einem solchen gerichtlichen Verfahren erlassen wird, dass nach der Ansicht des Beamten, welcher den Verhaftsbefehl erlässt, dessen Erlass gerechtfertigt wäre, wenn das Verbrechen in demjenigen Theile der Gebiete der Vertragspar- teien begangen worden wäre, in welchem der Beamte Gerichtsbarkeit ausübt. Es wird indessen

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