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THE HONGKONG GOVERNMENT GAZETTE, 11TH JUNE, 1879.
ARTICLE VI.
If the individual claimed by one of the two Contracting Parties in pursuance of the present Treaty should be also claimed by one or several other Powers, on account of other crimes com- mitted upon their respective territories, his sur- render shall be granted to that State whose demand is earliest in date; unless any other arrangement should be made between the Governments which have claimed him, either on account of the gravity of the crimes committed, or for any other reason.
ARTICLE VII.
A fugitive criminal shall not be surrendered if the offence in respect of which his surrender is demanded is one of a political character, or is connected with a crime of that nature, or if he prove that the requisition for his surrender has, in fact, been made with a view to try and punish him for an offence of a political character.
ARTICLE VIII.
A person surrendered can in no case be kept in prison, or be brought to trial in the State to which the surrender has been made, for any other crime, or on account of any other matters than those for which the extradition shall have taken place.
This stipulation does not apply to crimes com- mitted after the extradition.
ARTICLE IX.
The requisition for extradition must always be made by the way of diplomacy, and to wit, in Switzerland by the British Minister to the Pre- sident of the Confederation, and in the United Kingdom to the Secretary of State for Foreign Affairs by the Consul-General of Switzerland, who, for the purposes of this Treaty, is hereby recognised by Her Majesty as a Diplomatic Representative of Switzerland.
The requisition for the extradition of an accused person must be accompanied by a warrant of arrest issued by the competent authority of the State requiring the extradition, and by such evi- dence as, according to the laws of the place where the accused is found, would justify his arrest if
the crime had been committed there.
If the requisition relates to a person already convicted, it must be accompanied by the sentence of condemnation passed against the convicted person by the competent Court of the State that makes the requisition for extradition.
A requisition for extradition cannot be founded. on sentences passed in contumaciam.
ARTIKEL VI.
Wird ein Individuum von einer der beiden Vertragsparteien auf Grund des gegenwärtigen Vertrages zur Auslieferung reklamirt, zugleich aber auch dessen Auslieferung von einer oder mehrern andern Mächten wegen andern auf deren Gebieten begangenen Verbrechen verlangt, so ist dasjenige Gesuch im Vorgange zu bewilligen, welches das älteste im datum ist, es sei denn, das zwischen den Regierungen, die das betreffende Individuum reklamirt haben, entweder wegen der Wichtigkeit der begangenen Verbrechen oder aus andern Gründen ein anderes Abkommen getroffen würde.
ARTIKEL VII.
Ein flüchtiger Verbrecher soll nicht ausgeliefert werden, wenn die strafbare Handlung, wegen deren seine Auslieferung verlangt wird, einen politischen Charakter an sich trägt, oder mit einem derartigen Verbrechen zusammenhängt, oder wenn er nachweisen kann, dass der Antrag auf seine Auslieferung in Wirklichkeit mit der Absicht gestellt worden ist, ihn wegen eines Ver- brechens oder Vergehens politischer Natur zu verfolgen oder zu bestrafen.
ARTIKEL VIII.
Die ausgelieferte Person darf in dem Staate an welchen die Auslieferung erfolgt ist, keiren, falls wegen einer andern strafbaren Handlung oder auf Grund anderer Thatsachen, als der- jenigen, wegen deren die Auslieferung erfolgt ist, in Haft behalten oder zur Untersuchung gezogen werden.
Auf strafbare oder Handlungen, welche nach erfolgter Auslieferung verübt sind, findet diese Bestimmung keine Anwendung.
ARTIKEL IX.
Das Auslieferungsbegehren muss immer auf diplomatischem Wege gestellt werden und zw ar in der Schweiz durch den Englischen Gesandten bei dem Bundespräsidenten und in Grossbritannien durch den Schweizerischen General-Konsul in London lcher von Ihrer Majestät für die Zweke
Vertrages als diplomatischer Re- präsent. der Schweiz anerkannt wird, bei dem Staatssekretär für die auswärtigen Angelegen- heiten.
Mit dem Gesuche auf Auslieferung eines Beschuldigten müssen ein Verhaftsbefehl welcher von der zuständigen Behörde des die Auslieferung begehrenden Staates erlassen ist, und solche Beweise beigebracht werden, welche nach den Gesezen des Ortes, wo der Beschuldigte aufge- funden wird, dessen Verhaftung rechtfertigen würden, wenn die strafbare Handlung dort be-
gangen wäre.
Betrifft das Auslieferungsbegehren eine bereits verurtheilte Person, so muss das Strafurtheil beigebracht werden, welches von dem zuständigen Gericht des die Auslieferung begehrenden Staates gegen den Verurtheilten erlassen worden ist.
Auf Strafurtheile, welche in contumaciam erlassen worden sind, kann das Auslieferungs- gesuch nicht gegründet werden.