DER HESSISCHE SOZIALMINISTER

Wiesbaden, den 30.4.1980

Betr.: Besprechung mit Herrn Direktor Stumpf und Repräsentanten

des Arbeitsstabes "Hessenhilfe für Vietnamflüchtlinge" am 2.5.1980

:

I Aufnahme und Unterbringung von Indochina-Flüchtlingen

Bis zum 30.4.1980 wurden im Rahmen der humanitären Hilfs-

aktion für Flüchtlinge aus Indochina 1.171 Personen auf-

genommen.

Hessen hat damit seine Aufnahmezusage für 1.780 Personen (= 8,9 % von 20.000) zu 65,8 % erfüllt. Die noch freien

Plätze sind für die Fälle der Familienzusammenführung

vorgesehen. Anträge bereits aufgenommener Flüchtlinge für insgesamt 327 Personen sind von Auswärtigen Amt schon genehmigt, so daß nur noch rd. 280 Plätze für Familien- zusammenführungen offen sind.

Unabhängig hiervon hat sich Hessen auf Bitten der Bundes- regierung bereiterklärt, schiffbrüchige Flüchtlinge von Schiffen unter deutscher Flagge bis zu einer neu festzu-

legenden Gesamtzahl anteilig aufzunehmen.

Im Vorgriff hierauf hat Hessen erklärt, 48 Flüchtlinge, die von der Cap Amamour aus Seenot gerettet wurden, aufzunehmen.

Die Flüchtlinge werden zunächst im Landesflüchtlingswohn-

heim Hasselroth Außenstelle Schöneck aufgenommen und. von dort größtenteils in dezentrale Übergangswohnheime verteilt, die als selbständige Unterbringungs- und Be- treuungsvorhaben von den Trägern der freien Wohlfahrtsver-

bände und den Kommunen durchgeführt werden.

Folgende Träger haben Einrichtungen für die Betreuung von Flüchtlingen bereitgestellt, für die das Land Zuschüsse in Höhe von bisher insgesamt 520.000 DM gewährt hat:

Stadt Fulda

Evangelischer Verein für

Innere Mission

in Schmitten-Dorfweil

Oestrich-Winkel

für 64 Personen

25.9.1979

11

57

11

9

12.11.1979 17.10.1979

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