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        "content_text": "# Der Kulihandel\n\n## Ein Aufruf an die Menschheit des neunzehnten Jahrhunderts. Von Franz von Solhendorff\n\nZu allen Seiten ist der Glaube eine Macht gewesen. Er ist es auch noch heute. Gerade diejenigen, welche mit kirchlichen Formen nichts zu thun haben mögen, bekennen sich zu dem festen Glauben, daß die Menschheit in stetig vorwärts schreitender Bildung höheren Zielen der Befitting entgegen geht. Inmitten der unberechenbaren Bereicherung unserer naturwissenschaftlichen Kenntnisse, umgeben von den überraschenden Anwendungen neuer Entdeckungen auf Gewerbe und Volkswirthschaft, empfangen wir die Offenbarungen der niemals rastenden Forschung.\n\nEs ist ein Zeichen unserer Zeit, daß wir Angesichts täglicher, in unser Leben tief einschneidender Verbesserungen und Umwandlungen was rückhaltlos dem Glauben an den Fortschritt der Menschheit hingeben. Wer vermöchte zu leugnen, daß dieser Glaube eine Macht in der heutigen Gesellschaft ist, daß er den Trägen anspornt, den Ehrgeizigen reizt, den Zweifelnden Vertrauen läßt und den schlummernden Trieb des Vorwärtsschreitens in minder thatkräftigen Naturen zur Thätigkeit aufreibt? Aber dieser an sich wohltuende Glaube wird zum verderblichen Wahn, wenn er die Gesamtheit der menschlichen Lebensverhältnisse, ohne nähere Unterscheidung naturwissenschaftlicher und sittlicher Verhältnisse, ergreift.\n\nEs giebt in der Gegenwart einen Culturwahn, der auf die Nachtseiten unseres Zeitalters hochmüthig herabblickt. Er meint, daß nach dem Gesetze des Fortschreitens Alles von selbst besser werden müsse, daß es keiner menschlichen Anstrengung bedürfe, um die unser sittliches Dasein bedrohenden Gefahren zu beseitigen. Diesem Glauben an die Vortrefflichkeit der Dinge entstammt die träge Macht des bequemen Scharrens, der unthätigen Meidgültigkeit, einer oft erschreckenden Schamlosigkeit, aus welcher dann die größten Nichtswürdigkeiten die Bedingungen ihres Daseins und Fortwucherns entnehmen.\n\nEs ist Culturwahn, zu glauben, daß die Freiheit der Menschen von selbst komme. Freilich schießen die Mehren der Saatfelder anfangs höher empor, als die Blüthen des Unkrautes. Was würde man aber von dem Landmann sagen, der da meint, daß Unkraut werde sich selbst ausrotten, wenn man nur den Weizen ungehindert emporwachsen lasse? Aus dem sittlichen Culturwahn der Gegenwart und seinen Uebertreibungen entspringt die Gleichgültigkeit, mit welcher die heutige Welt den Rückfällen in die Barbarei zuschaut.\n\nSolche Rückfälle ereignen sich gleichwohl täglich, trotz aller naturwissenschaftlichen Fortschritte. Die Epoche der Religionswirren, des Glaubenshasses, der Verfolgungssucht, die wir für immer beseitigt wähnten, erneuert sich vor unsern Augen. Eigenthum und Familie, die wir als gesicherte Güter unserer Vergangenheit betrachteten, werden von der durch Gemeinlust aufgehetzten Menge von nun an in Frage gestellt. Und umgekehrt, die Heiligkeit der menschlichen Arbeit verfällt der Verachtung derer, welche glauben, durch Börsenspiel im Umsehen reich werden zu können.\n\nMeinten wir nicht, der Sclaverei sei mit dem Siege der nordamerikanischen Union endlich ihre Grabesstätte bereitet worden? Kaum verschwindet an den Gestaden des atlantischen Oceans der Negerhandel, da verpestet die Ufer des stillen Meeres der nichtswürdigste Menschenschacher. Wir sind Zeugen eines Rückfalles in die Sclaverei, deren Opfer der asiatische Kuli ist.\n\nFragt euren Nachbar, ob er etwas von den Kulis gehört habe, ob ihn ihr Schicksal bekümmere? Ich wette darauf, daß Jeder, der eine Zeitung liest, irgendwo einmal auf den Kuli gestoßen sein muß. Ebenso sicher bin ich, daß die meisten der Zeitungsleser sich dabei keinen Augenblick des Nachdenkens gönnen, sondern auf ihrer Wanderung durch die Zeitungsspalten sich gleich den Reisenden, der auf dem Zuge durch unfruchtbare Gegenden fliegt, in eine andere Spalte werfen, ohne nach dem Namen der Station zu fragen, an welcher sie einige Minuten halten.\n\nDie Wenigsten achten es der Mühe werth, zu fragen, welche Bewandtniß es mit den Kulis habe. Es geht sie nichts an, so meinen sie. Ich deute aber, daß es hohe Zeit ist, sich mit dem Kuli zu beschäftigen, denn sein Schicksal belehrt auch uns über die uns bedrohenden Gefahren jenes giftigen Unkrautes, das wir Culturwahn genannt haben.\n\nZuvörderst also: der Kuli ist eine Menschengestalt, welche als Waare verhandelt wird.\n\n| Ziel der Verschiffung | Gegenleistung |\n| --- | --- |\n| nach den amerikanischen Arbeitsmärkten | Verpflichtung, acht Jahre lang gegen geringen Lohn (monatlich nicht ganz sechs Thaler) zu arbeiten, Ueberlassung der Auswanderer nach der Ankunft in Amerika an den Meistbietenden |\n\nMit anderen Worten: Der Auswanderer verpflichtet sich nicht einem bestimmten Herrn und Arbeitsgeber, sondern degradirt sich selbst zu allen Formen eines Vertrages zu einer Sache, die auf den Markt gebracht und etwa wie ein Ballen Kinderhäute je nach der Conjunctur theurer oder billiger öffentlich versteigert wird.\n\nDas schlimmste Schicksal traf diejenigen, welche auf den peruanischen Chincha-Inseln mit der Gewinnung des Guano zu Tode gepeinigt wurden. Auch das Wort Guano mahnt uns an gewisse Formen des Culturwahns. Bildet man sich nicht ein, daß vor hundert Jahren die Folter unter christlichen Nationen abgeschafft wurde? Freilich wohl dem Namen nach gegen verstockte Diebe und Gauner. Was aber in der Republik Peru \"freigeworbene\" Kulis auf den Guano-Inseln auszustehen haben, würde Dante, hätte er dergleichen gekannt, für seine Schilderungen der Hölle verwerthet haben.\n\nBeneidenswerth in Verhältniß zu den Qualen dieser Chinesen war das Schicksal Derer, welche etwa vor hundert Jahren in einsamen Folterkammern die Daumschrauben und spanischen Stiefel oder den gespickten Hafen und ähnliche Marterwerkzeuge kennen lernten. Bereits 1860 rechnete man, daß von viertausend auf den Guano-Inseln gelandeten Arbeitern nicht ein einziger am Leben geblieben war.\n\nJe weniger das Schicksal chinesischer Auswanderer in der Gegenwart verborgen bleibt, je weniger es zur Nachahmung im Reiche der Mitte ernöthigen konnte, desto planmäßiger mußten die Mittel des Menschenfanges in Macao ausgebildet werden. Der Reihe nach entstanden jene zahlreichen Barratuns oder Sclavendepôts, in denen die chinesischen Kulis in der Zwischenzeit zwischen ihrer Anwerbung und ihrer Einschiffung wie in einer Vorrathskammer aufgespeichert wurden.\n\nSobald der Mann das sorgfältig bewachte und vergitterte Eingangsthor passirt hat, öffnet es sich nur noch einmal für ihn, wenn er an Bord des Schiffes in die Heerde seiner Leidensgefährten getrieben wird.\n\nNach allen Regeln anderer Arbeitstheilung betrieben, zerfällt der Kulihandel in mehrere eng ineinander greifende Geschäftszweige. Der erste in der Reihe der Banner ist der chinesische Auswanderungsagent, welcher seine Kopfgelder für jedes Stück empfängt. Unter ihm arbeiten, von ihm angewiesen und angelernt, Menschen, die man das Gesindel der chinesischen Betrüger nennen kann.\n\nSie benußen in öffentlichen Localen die Leichtsinnigkeit des verzweifelnden Glücksspielers, den sie zur Rettung des Verlorenen anspornen, seinen Leib gegen eine Summe Geldes anzuspielen. Der Leichtsinnige, der von ihnen zur Ausschweifung und zum Trunke verlockt wurde, bezahlt die Schulden einer einzigen Nacht mit der Unterschrift, die ihm seine Freiheit, sein Leben kosten wird.\n\nNichts ahnende Handwerker oder Bauern werden unter betrügerischen Vorspiegelungen eingefangen, öfter auch durch unternehmende Seeräuberzüge geraubt und fortgeschleppt. Niemand in den südchinesischen Küstengegenden ist gegen solche Gewaltthat geschützt. Selbst der Verrath spielt seine Rolle, indem er persönliche Feinde dem Menschenhändler überliefert.\n\nAus diesen Frevelthaten, obwohl in jenem Himmelsstriche weltbekannt, geschehen in den täuschenden Formen des Rechts. Chinesische Mandarinen beziehen ihre Procente und der portugiesische Procurator, der in Macao die Auswanderungsschiffe mustert, findet bei seinen Revisionen Alles vorschriftsmäßig.\n\nDie Gesammtkosten für Anwerbung und Transportirung eines Kuli nach Westindien verziffern sich auf etwa dreihundertundfünfzig Thaler. Stimmt man, wie Sachverständige rechnen, den Reinertrag des Geschäfts für jeden Kuli auf einhundert Procent des Capitals an, so wird man anerkennen: diese Speculanten in Macao und Canton haben allen Anspruch darauf, Gründer eines Vermögens genannt zu werden.\n\nDen Portugiesen gesellten sich alsbald, durch so große Erträgnisse angelockt, andere Nationalitäten zu. Die englisch-französischen Verträge von 1860 stipuliren von China die Freiheit der Auswanderung. Seit jener Zeit ist ein englisches und ein französisches Auswanderungsbureau in Canton eröffnet worden.\n\nDas Aufkommen des Kulihandels steht mit der Abschaffung der Negersclaverei in einem unleugbaren Zusammenhange. Sobald die afrikanische Bezugsquelle spärlicher floß, wendete der Scharfblick des menschlichen Eigennutzes sich andern Himmelsstrichen zu.\n\nSpanische Ansiedler des sechszehnten Jahrhunderts waren die ersten, welche Negersclaven nach ihren indischen Besitzungen brachten. Republikanische Abkömmlinge dieser Spanier in Peru waren auch die ersten, welche Kulis (das heißt Handarbeiter niederen Ranges) nach dem östlichen Gestade des stillen Oceans schleppten.\n\nAeußerlich wirkten hierbei zwei Thatsachen zusammen: die im Anfange des vierten Jahrzehntes dieses Jahrhunderts erfolgte Freigebung der bis dahin gehemmten chinesischen Auswanderung und die Abschaffung der Negersclaverei in Peru unter Castilla's Präsidentschaft.\n\nAllmählich verbreitete sich, einer Seuche gleich, das von Peru gegebene Beispiel über andere tropische und subtropische Länder, insbesondere die Antillen, Centralamerika, Guyana, Australien. Unter dem Namen der Auswanderung chinesischer Arbeiter auf Grund von Passagavor-Schuß und Dienstvertrag bildete sich nach und nach ein in allen Einzelheiten sorgfältig ausgebildetes System des Menschenfanges, bei welchem alle Erfahrungen der geschicktesten kaufmännischen Technik und des Rhedergewerbes mit Betrug, Hinterlist, Gewaltthätigkeit, Raub und Mord so innig zusammengewoben sind, daß die Opfer der Gewinnsucht gleichsam in den Schlingen der Gesetzesparagraphen selbst erdrosselt werden.\n\nDas Verfahren in der Hauptsache ist bekannt. Der wichtigste Stapelplatz für den Handel in frischem Menschenfleische ist die an der Mündung des Cantonflusses gelegene altportugiesische Besitzung von Macao, der Freihafen aller denkbaren Nichtswürdigkeiten.\n\nSeit 1847, wo die ersten Auswanderungsschiffe von dort ausliefen, ist das Geschäft in fortwährendem Aufblühen zu kaum glaublicher Ausdehnung emporgeschwollen. Das alte Muster des Auswanderungscontracts war in der Kürze dieses: Freie Ueberfahrt nach den amerikanischen Arbeitsmärkten; als Gegenleistung die Verpflichtung, acht Jahre lang gegen geringen acht Thaler) zu arbeiten, Ueberlassung der Auswanderer nach der Ankunft in Amerika an den Meistbietenden.\n\nWie es den Kulis auf dem Transporte ergeht, darüber sind von Zeit zu Zeit Nachrichten in die Oeffentlichkeit gedrungen, deren Wirkung eine nachhaltige sein würde, wenn sie in gebührender Ordnung und in ihrem Zusammenhange veröffentlicht würden. Zerstreut, entgehen sie aber der nachhaltigen Aufmerksamkeit; sie verfallen dem Schicksale der Vergessenheit mit dem Verschwinden der Zeitungsnummer, die sie gebracht hatte.\n\n\"Höchst werthvolle Mittheilungen enthalten aber die englischen Parlamentsberichte, welche diesem Gegenstande gewidmet sind. Ob sie Alles sagen? - wer weiß es! Mehr als die Wiederholung solcher Schreckensberichte bedeutet vielleicht die statistische Ziffer.\n\nIn dem zwanzigjährigen Zwischenraume zwischen 1847 und 1866 sind allein nach Cuba 211 Fahrzeuge mit 85,768 Kulis verschifft worden. Verstorben unterwegs 11,209!! Wie viele später an Krankheiten und an Selbstmord in kurzer Zeit nach ihrer Ausschiffung endeten, bleibt dunkel.\n\nJedenfalls behält der Chinese nach seiner Landung kaum eine Hoffnung, seine Heimat wiederzusehen. Ein spanisches Gesetz aus dem Jahre 1860 verbot den Aufenthalt freier Chinesen auf Cuba; wer nach Ablauf seines achtjährigen Arbeitscontracts die Rückfahrt nicht zu bezahlen vermag, hat nur die eine Möglichkeit, sich wiederum für acht weitere Jahre zu verdingen, und so fort.\n\nBegreiflich ist es, daß die Chinesen in ihrer Sprache das Kulitransportgeschäft \"Schweinehandel\" nennen.\n\nDie englischen Richter in Hongkong haben zu wiederholten Malen öffentlich in ihren Urtheilen ausgesprochen, daß das Kuligeschäft seiner ganzen Natur nach nichts Anderes sein kann als Sclavenhandel und daß alle sogenannten Regulative zur Beaufsichtigung dieses Gewerbes wirkungslos bleiben.\n\nJenen Richtern gereichte es zur besonderen Ehre, in dem oft genannten ...\n\n## S. Beta\n\n12381 \n\n23 \n\nS \n\nund die jetzt brach liegende, zerstörte Insel zur neuen Blüthe der öffentlichen Meinung als das gebrandmarkt werden, was gelangen. Aber es scheint, der Spaniern ist das 2008 bestellt: | fte stnd. Quem Deus vult perdere, prius dementat, \n\nEbenso wie ihnen, dürfte es allen Romanen in Südamerika gehen. Es ist kein Gewissen mehr in dieser verthierten und täglich sich mehr verindianernden Masse, teine Rasse mehr, tein Patriotismus, kein moralischer Borjat, kein Ziel, zu dem man emporstreben könnte, tein reiner Sinn und tein Belfs geurüth, das ste stüzen könnte. Egoismus, Havgter, Aücinberech, tigungsgefühl haben sich ihnen zu tief eingeimpft. \n\nNiemand wandelt ungestraft unter Palmen, ist ein Cefstagesches Wort, aber es wird zu Schanden an der moralischen Kraft anderer Völker, sobald den Regierungen die Ansicht dämmert, daß es sich darum handelt, trotz der Rassen-Diffusion im gröberen Sinne, die Integrität der Rassen zu erhalten, die, wenn fie einander ohne moralische und gesetzgeberisch bethätigte Reserve im nackten schonungslosen Kampf um's Dasein begegnen, der Knechtschaft und der Tyrannei verfallen, und jenes alleinige Element verlieren, worin die edlen Kräfte der Menschenbrust Blüthen treiben - die Freiheit. \n\nBesonders müßten wir, um dies auf unser Thema anzuwenden, der Einwanderung nach den Vereinigten Staaten erwähnen, deren Mittelpunkt St. Francisco ist, denn diese trägt den Charakter der Freiheit und ist ein Beweis der Möglichkeit, ja der großen Zweckmäßigkeit des freien Verkehres zwischen Mongolen und Europäern, jeder in seiner Eigenart den andern ergänzend, fobald die Ordnung angebahnt, welche das Gehäuft der Eigenart bildet. \n\nNach St. Francisco betrug im Jahre 1871 die Zahl der eingewanderten Chinesen 30,000. Monatlich treffen 3–4 Dampfer ein, die immer neue Kräfte dem Westen zuführen, daß bácirs↑ der Reiz des stens in demselben Maße erweckt ist, wie früher durch die Blüthe der Südstaaten. Schwerlich aber wird es wieder einen Krieg geben, da jeder Vorwand fehlt, als welcher dort die Sklaverei so palpabel sich aufdrängte, denn, wie gesagt, die Chinesen sind hier freie Leute.\n\nSie beschäftigen sich nicht ausschließlich mit Handarbeit, obwohl sie ihre natürliche Unterordnung den Judogermanen gegenüber in dem Lande selten außer Augen ließen, so machen sie doch von dem Rechte ihrer Selbstständigkeit den fruchtbarsten Gebrauch. Sie gründen Handlungshäuser, Vereine, Genossenschaften, sogar Geheimbünde, sog. \"Hoey's\", die sich gegenseitig besetzen, oft blutig und ohne Rücksicht auf ihre Umgebung, aber auch gegenseitig zum wirthschaftlichen Wetteifer anspornen, und werden, wenn sie erst mit Frauen versehen sein werden und Familien zu bilden vermögen, ganz unzweifelhaft zu den schätzenswerthesten Bürgern des Landes zu zählen sein, schätzenswerther bei weitem, als die Irländer und jenes kaukasische Bagabundenthum, das die Schöpfung als für ihre Kommunisten-Unverschämtheiten zum alleinigen Tummelplatz bestimmt aufsteht.\n\nDiesen Brüdern gegenüber hat der Chinese einen schweren Stand, und auch einige Kongreßpilze haben sich schon ins Mittel gelegt, um diesen stimmführenden Patrioten Konzessionen zu machen, aber der zähe, stets schaffende Chinese läßt sich nicht beirren. Er weiß, daß Fleiß der beste Gottesdienst ist in jedem Lande, und unter jeder guten Regierung den verdienten Lohn, die verdiente Beförderung genießen wird, so lange noch Maßßung, Schwindel und privilegirter Raub vor...\n\nOhne ihre Chinesen hätten die Weststaaten - unter denen sich Texas mit neuen Kriminalgesetzen freilich auch nach peruanisch-cubanischem Muster einrichten zu wollen scheint - noch keine Eisenbahnen und keine Fabriken. Es arbeiten z.B. in St. Francisco allein 20,000 Chinesen in Tabakfabriken.\n\nBei alledem ist der Zustand an bedaueru, daß in Folge der Gehässigkeit der amerikanisch-kaukasischen Concurrenten nur wenige dieser Arbeitsblenen im Korbe bleiben, sondern mit ihrem Honig eventuell das Weite suchen. Wird erst für die flotte Einwanderung von Frauen gesorgt, so wird sich dies wohl ändern.\n\nJedenfalls sind die Mängel, die wir im Norden zu beobachten Gelegenheit haben, bei einer organisirten Einwanderung nach Brasilien, wie sie der Kaiser ins Auge gefaßt haben soll, zu vermeiden. Es sollte dieser Punkt bei einer internationalen Vereinbarung, wie sie in Folge des Abusus der Kontraktfreiheit nothwendig angestrebt werden muß, sofort mit in Erwägung gezogen und eine Auswanderungs-, Unstedlungs- und Rassengesetzgebung baldmöglichst erstrebt werden.\n\nDie Deutschen, welche, wie gesagt, noch in nähere Berührung mit den Ostasiaten durch die Kolonisationsgebiete, die sich ihnen wie ihnen in Süd-Amerika eröffnen, kommen könnten, hätten allerlei Grund, dieser Tendenz einen kräftigen Impuls zu geben, schon allein, um sich die Sympathien der Ostasiaten zu erwerben, die, wenn wir sie besitzen, und so leicht nicht verloren gehen können.\n\nAls gewichtige Landmacht in Europa kann Deutschland sehr wohl seinen Einfluß in der ihm natürlichen Richtung internationaler Billigkeit ausüben.\n\nSchon hat China selbst einige Schritte gethan, gedrängt durch die Klagen seiner Söhne im Auslande; die europäischen Regierungen sind gebeten worden, den Kulihandel auf ihren Schiffen nicht zu gestatten und womöglich um Aufhebung jenes Seelenverkäufernestes Macao, das seiner eigenen Regierung nicht mehr gehorcht, sich zu entschließen.\n\nEbenso hat Japan, obwohl mit China sich nicht identifizirend, sich gedrängt gefühlt, sein Veto mit einem fait accompli zu erheben. England, durch seinen Konsul, trat ihm energisch bei, ebenso wie es in den Augen der Chinesen als ein wahrer Schutzpatron dasteht.\n\nDeutschland dagegen - wie erblickt man dieses Reich der Mitte von Europa? Seine Söhne sitzen in Macao als Rheder, ja, als Konsuln, seine Schiffe nehmen die entsetzlich gequälte Ladung auf, seine Matrosen schießen in die lebendigen Fleischmassen hinein und peitschen sie 1007 Mann hinter einander, 3 Tage lang, blutrünstig; in Peru, in Hamburg sind es Deutsche, die mit diesem Handel schwarz sind, ja, als endlich eine Gelegenheit kam, offiziell wenigstens eine Mißbilligung und Verantwortungs-losigkeit diesem Massenmord gegenüber zu dokumentiren, da erklärt der deutsche Konsul in Yokohama sich, im Gegentheil, gegen das gerechte und trotz der größten Provokation milde Verfahren der japanischen Behörden gegen das peruanische Schiff \"Maria Luz\".\n\nWo also erblickt man Deutschland? Auf Seiten ihrer Feinde! Mit den Portugiesen und Peruanern in einer Reihe! Es ist Zeit, hohe Zeit, den Folgen dieser offiziellen Entstellung unseres nationalen Gewissens und Herabsetzung unserer Würde, die sich weder vor Peru, noch vor Portugal in den Staub beugt, schleunigst zuvorzukommen.\n\nS. Beta.\n\nDrud von Eduard Krause in Berlin.\n\n001 \n\nDer Kulihandel.\n\nNov \n\nEin Aufruf an die Menschheit des neunzehnten Jahrhunderts. Von Franz von Solhendorff.",
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        "content_text": "Taid it was a most pernicious system. Mr. Price had told that the giving out of the contracts was in the hands of the Governor, and therefore the paragraph ought to be taken, so far as it referred to the matter of contracts, as referring to the Governor if it referred to any one personally. Mr. Price was not particularised in any way with reference to the giving out of contracts. He then referred to the latter Mr. Price wrote to the Colonial Secretary with reference to stopping the paper supplied to his office. In that letter the following passage occurred-\"Apart from the fact that the subscription to this scurrilous paper is a waste of public money I have grave objections to allowing it inside my office on the grounds of decency and decorum, and I cannot but think some responsibility attaches to the Government for the pecuniary support which it renders month after month to a convicted criminal in his abandoned career\" A more villainous, scandalous libel than this, he said, was hardly heard of in this world.\n\nThe defendant at this point, referring to Mr. Francis, spoke of him as \"his learned friend.”\n\nMr. Francis, interposing, said he wished the defendant would stop calling him his friend. The term was only admissible between barristers. He was not his friend; he would be disgraced to be his friend.\n\nThe defendant then referred to Mr. Francis as \"his learned enemy,\" and afterwards as \"the learned barrister,\" and went on with his address. He spoke at considerable length with reference to Mr. Price's letter and the circumstances attending the correspondence, and said the stopping of the paper was the result of an article which commented severely on what he considered to be a waste of public money, namely, the paying of full salary and travelling expenses to Mr. Price during the time he was on leave because he had been going about the country making investigations in the interests of a tramway company. With reference to the expression \"a convicted criminal\" he said it was true he had served two months in gaol for libelling Mr. D. E. Bandmann, but looking back to that matter he regretted nothing he had said or done. Mr. Price had no right to denounce him to the Government as an abandoned criminal, and though one libel could not be set off against another he thought it ought to be. He referred to the evidence of Mr. Stewart Fraser-Smith and Mr. Rose, and contended that the latter, desirous of keeping his appointment, had deliberately perjured himself and, further, that it was impossible for Mr. Rose, with his family, to live honestly on his salary. He went on to refer in sarcastic terms to Mr. Francis's mode of conducting the prosecution, and the terms in which he had referred to himself. Mr. Francis had done himself credit by rising from the humble position of 8d. a day to his present one, but Mr. Francis should exercise a little judgment and discretion when criticising other people's education and position, especially when those other people were people of whom he knew nothing. Mr. Francis was not there to villify him, or attack him personally, to refer to his education or antecedents; all he had to do was, in the interests of his client, to prove that a libel had been committed. With reference to Mr. Francis's repudiation of his friendship, it had not always been thus; Mr. Francis had been proud of his friendship, and had been proud to have services rendered to him by his (the speaker's) newspaper. Tempora mutantur, nos et mutamur in illis. That was the Latin Mr. Francis had been studying for years. In conclusion he referred to the fact of his not having the benefit of legal assistance, but said he left his case in the hands of the jury with every confidence.\n\nMr. Francis then replied upon the defence, remarking that he would not take up time with the technical points of law which had been raised, as he had no hesitation in leaving them in his Lordship's hands. Before summing up this in some respects amusing case, he would simply say, with reference to Mr. Fraser-Smith's observations, that he had no recollection of having been at any time rendered any service by the defendant or his paper. He would also, in the interests of the public, correct a mistake he had made; when he (Mr. Francis) left Her Majesty's service he was receiving 4s. 6d. a day, not eightpence. He would just take a glance at the defendant's paper. In the middle of 1882 the defendant was tried and convicted in that court for a criminal libel, and was sentenced to two months' imprisonment. From that time to this, as the jury were aware, the defendant had distinguished himself and his paper by his violent and most scurrilous attacks upon Mr. Bandmann and upon the court and jury connected with that case. When Mr. Price returned to the colony the paper was full of these scurrilous and indecent attacks upon Mr. Bandmann and the court and jury in his case. Mr. Francis thought the jury would not consider it astonishing that Mr. Price should desire the supply of the paper to his department to be discontinued, and a grave additional reason for his doing so was that, as the defendant had said, it contained many attacks upon the Surveyor-General and his department. He did not think any of the gentlemen of the jury would be willing to admit into their firms, or place in the hands of their clerks, papers containing scurrilous attacks upon themselves. As to the latter Mr. Price sent to the Colonial Secretary, it was a privileged communication which he had a perfect right to send; and it would probably never have seen the light of day had it not been brought forth by the defendant in this case. As Mr. Price had said, he was perfectly entitled to entertain any opinion he pleased of the defendant or his paper. He thought also that the correctness of that opinion would commend itself to every member of the jury. The defendant had supplied them with a motive for his virulent and malicious attacks on Mr. Price, in the same way that he had shown a motive in the Bandmann case, when he let out that a few words had been spoken by Mr. Bandmann reflecting upon Mr. Fraser-Smith and his paper. In this case the motive had been supplied in the evidence as to the refusal of Mr. Price to continue to take the paper in his department. According to the defendant's own statement, he must have been made at once aware of the letter the Surveyor-General had written to the Colonial Secretary, and hence it was that he had attacked Mr. Price at every point on every possible occasion. In his opening address, not having fixed up what evidence he should call, the defendant described himself as the biggest scoundrel in the world if it was true that he had persistently and maliciously attacked a man of whom he knew nothing personally, and had had no communication whatever, for private motives. In doing so he had pronounced judgment upon himself, for he had shown them his private motives, and he was therefore a scoundrel. No fair comments upon public acts were complained of, and had the defendant simply confined himself to his impertinent remarks and crude opinions upon these matters he would have acted within his legitimate right; but what they did complain of was that the defendant persistently attributed to Mr. Price discreditable motives—that Mr. Price was not guided by public interest in his public works, but by self-interest, ambition, and a desire to secure all the good things for his own pocket. The defendant had not confined himself to Mr. Price's acts, but he had made foul and malicious comments upon supposed and imaginary acts. What did the jury think of a man who told them in open court that he was taken by surprise at these proceedings, because he thought editors of newspapers were protected from any consequences of attacks on public officials by some order from home? The cowardly scoundrel—the defendant had applied the latter term to himself, and he had no hesitation in adding the word \"cowardly\"—had vented his spite and malice upon Mr. Price because he thought he was protected from any consequences in doing so. Then as to the statement that he had not written the article—not one word of that was heard from the defendant until just at that time.\n\nThe defendant—That is not true; I stated it in the Police Court when I first appeared.\n\nHis Lordship—I am not aware of that.\n\nThe defendant—It has appeared publicly.\n\nHis Lordship—I am not aware of that either.\n\nMr. Francis—I was in the Police Court, and I have no recollection of any such statement having been made; had it been made, it would have been provided against. Not only did he not repudiate it, but he re-published it eleven days afterwards in his overland edition, and he attempts to bolster up the lying falsehoods in that article by a shallow letter written by his own brother in his own office expressing the belief of the public in the insinuations contained in that paragraph. Mr. Francis went on to ask if that was the conduct of a man actuated by a bona fide desire to act for the public good.\n\nPage 62",
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        "content_text": "Name\n\nDate of Detention\n\nWhere arrested\n\nKolmka, Carl\n\n18.8.14\n\n8.8.Indrageiri\n\nKrder, W.\n\n17.8.14\n\n8.8.Dumelton\n\nAebic Lethmate, T.\n\nMuller, M.\n\n10.8.14\n\n10.8.14\n\n8.8.Manchuria\n\nNorthdurft, E.\n\nNagel, C.\n\nPreacher, K.\n\nPaschmann, R.\n\n12.8.14\n\nS.3 Hue\n\n10.8.14\n\n12.8.14\n\nS.S.Hue\n\nPetrich, G.I.\n\nPaulsen, IP.\n\n14.8.14\n\nS.S Mackinau\n\n17.8.14\n\nRost, W.\n\nStovesandt, I.\n\n12.8.14\n\n17.8.14\n\nStraezel, G.\n\nSkupen, M.\n\nSchukmann, R.\n\nSandmann, A.\n\nSurmann, RW.\n\n12.8.14\n\n10.8.14\n\n8.8.14\n\nKowloon\n\nSchmidt, W.\n\nToitlander, O.\n\n12.8.14\n\n8.8.14\n\nWithamann, F.\n\n10.8.14\n\nS.8 Manchuria\n\nS.S.Tjiboadas\n\nS.S.Rajaburi\n\nS.S.Dumelton\n\nHongkong ex 8.S.Tjimanoek\n\nReason of Detention\n\nLiable for service. Served in Artillery transferred to Naval Engineers Dept. Belongs to Landa trim.\n\nAged 18. Not yet served but liable for service. No papers. refused to sign parole.\n\nNo proofs of exemption.\n\nLiable for service.\n\nNo proofs for exemption to service.\n\nReservist.\n\nAdmits first class reservist.\n\nReservist.\n\n2nd Naval Reservist.\n\nOne of crew of German collier etc. Admits Seeeturm.\n\nEngineer Haval Reserve.\n\nAged 16/7/12. Not old enough for service but admits he will serve at once if he can as a Naval man. Refuses to sign parole.\n\nStated signed parole, Singa-pore, G.0.0.Singapore cables not known. Detained pending further enquiries.\n\nFirst Naval Reservist.\n\nNo proofs of exemption.\n\nNo proofs of exemption.\n\nNo proofs of exemption. Admits service to Provost Marshal.\n\nHas not served but can be called up as reservist.\n\nArrested by Water Police at Kowloon when about to take train for frontier. No proofs of exemption.\n\nNOTE",
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        "content_text": "# Foreign \n\n1914 \n\n16 July \n\nLast previous Paper. \n\n25197 \n\nIre to for 22nd? July \n\nAuse 257 \n\n**HONG KONG** \n\n76212 \n\nREC \n\n63 \n\n26212 \n\n**REG 18 JUL 14** \n\nGraftanhia Companies brair \n\nLeus \n\nZ \n\naccepted copy of \n\nletter \n\nso received, containing deep ariert pom \n\nLausmanez of \"juve. \n\n# de \n\nthe Raisley \n\nWe have telephoned to Mr. Collins to wait \n\ntill he returns from \n\nfurston \n\nother underlined \n\nRef \n\n20/7/14 \n\nin red ink the amendments \n\nmade in the off Divic as sent out to \n\nH. Kone (48854/13) \n\nre articles 2, 14/11/0/4, 15 (1) & 8(2) \n\n816 \n\nactually \n\nThe effect of these amendments is \n\nsummarized in the last para of the letter we received from D. of Papers from the Govt., \n\n38 \n\nnews inclosures, \n\nA \n\nGovt's desk so then to fir \n\nH. Sandmang \n\netc that the H. Kone authorities \n\nare \n\nnot \n\nlikely to \n\n## Next subsequent Paper. \n\n26396 \n\nW1.31,986—12, 45,000, 12/18, A & RW.",
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